AUS DEN UNTERNEHMEN

 Innovationsmanagement im Pharma-Packaging 

TOP 100-Siegel für Uhlmann Pac-Systeme 

Uhlmann Pac-Systeme ist 2026 erneut mit dem TOP 100-Siegel ausgezeichnet worden. Der Systemanbieter für Pharma-Packaging gehört damit wieder zu den prämierten mittelständischen Unternehmen in Deutschland. Das Siegel wird seit 1993 von compamedia vergeben; die Auszeichnung erfolgt in drei Größenklassen. Das Unternehmen erhält den Innovationspreis in der größten Klasse mit über 200 Mitarbeitenden. Als weiteres Unternehmen der Gruppe wird auch Koch Pac-Systeme erneut mit dem TOP 100-Siegel ausgezeichnet.

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Uhlmann Pac-Systeme GmbH & Co. KG

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Die Implementierung und Weiterentwicklung einer agilen Innovationskultur ist bei Uhlmann Pac-Systeme Bestandteil der Unternehmensstrategie. Der Schwerpunkt liegt auf kundenzentrierten Innovationen und Optimierungen sowie auf Verbesserungen des Arbeitsumfelds und der Innovationskultur. „So verfolgt das Unternehmen eine am Kunden streng mechatronisch ausgerichtete Entwicklung, die aus dem Dreiklang Mechanik, Elektrik und digitale Lösungen besteht.“, sagt Dr.-Ing. Sebastian Koch, Leiter der Patentabteilung.

Das Unternehmen verknüpft nach eigener Darstellung Ideenmanagement und Innovationsmanagement mit technologischem und prozessualem Know-how. Der langfristige Aufbau von Innovationskultur und Ideenmanagement spiegele sich in der Qualität und Relevanz der von Mitarbeitenden generierten Ideen wider. „Für uns ist Innovation kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis von Veränderungsmut, Kreativität und konsequenter Umsetzung über unterschiedliche Disziplinen und über alle Fachbereiche hinweg. Auch bei unserem Ideen- und Innovationsmanagement verbinden wir konsequent technologisches und prozessuales Know-how, um die Zukunft der pharmazeutischen Verpackungsindustrie aktiv mitzugestalten.“, sagt Dr. Koch.

Die Auswahl basiert auf einem wissenschaftlichen Verfahren, bei dem die Innovationsstärke anhand von mehr als 100 Kriterien bewertet wird. Diese gliedern sich in fünf Kategorien: Innovationsförderndes Top-Management, Innovationsklima, Innovationsprozesse und Organisation, Außenorientierung/Open Innovation sowie Innovationserfolg. Verantwortlich für die Auswertung ist Prof. Dr. Nikolaus Franke von der Wirtschaftsuniversität Wien. Die Preisübergabe ist für den 26. Juni 2026 im Rahmen des Deutschen Mittelstands-Summit in Heidelberg angekündigt; als Mentor begleitet Christian Wulff den Wettbewerb TOP 100.


 Nachhaltige Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe 

Zusammenarbeit für Wachstumsstrategie 

August Faller GmbH & CO. KG

Die Imker Group ist als weiterer Gesellschafter in die Faller Packaging Gruppe eingetreten. Wie das Unternehmen mitteilt, steht der Vollzug der Transaktion noch unter dem Vorbehalt der erforderlichen regulatorischen Freigaben..

Mit dem Einstieg der Imker Group gewinnt Faller Packaging einen langfristig orientierten Partner, der die nachhaltige Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe begleitet. Die Partnerschaft stärkt die Faller Gruppe auf einer eigenständigen und finanziell stabilen Basis und schafft die Voraussetzungen, die organische wie auch anorganische Wachstumsstrategie konsequent umzusetzen. Ziel ist es, die operativen und strategischen Ziele der Gruppe weiterzuverfolgen und die führende Marktposition im Bereich pharmazeutischer und Healthcare-Sekundärverpackungen langfristig zu sichern und gezielt auszubauen.

Dagmar Schmidt, CEO von Faller Packaging: „Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft mit der Imker Group. Sie unterstreicht das Vertrauen in unseren Kurs und gibt uns zusätzliche Stärke, um Faller Packaging auf einer soliden, eigenständigen Basis langfristig weiterzuentwickeln.“

Die Imker Group ist ein europäisches Family Office und begleitet mittelständische Unternehmen langfristig in ihrer strategischen Entwicklung. Mit dem Einstieg von Imker setzt Faller Packaging seinen eingeschlagenen Zukunftsweg konsequent fort.


 Integrierte CDMO-CRDO-Leistungen 

End-to-End-Services für Biopharmazeutika 

Rentschler Biopharma SE

Rentschler Biopharma, ein Dienstleistungs- und Auftragsentwicklungsunternehmen für Biopharmazeutika (Contract Development and Manufacturing Organization, CDMO), und Coriolis Pharma, ein Auftragsforschungs- und Entwicklungsunternehmen (Contract Research and Development Organization, CRDO) mit Schwerpunkt Formulierungsforschung und -entwicklung, gehen eine strategische Zusammenarbeit ein. Ziel ist ein abgestimmtes End-to-End-Serviceangebot von der frühen Formulierung bis zur kommerziellen Herstellung. Damit adressieren beide Unternehmen Anforderungen in der Pharma- und Biopharmabranche, in der komplexere Modalitäten und regulatorische Vorgaben die Nachfrage nach integrierten, wissenschaftlich fundierten Entwicklungs- und Herstellansätzen erhöhen.

Kunden sollen über eine vereinheitlichte Schnittstelle und abgestimmte Projektteams arbeiten, um Hürden im Technologietransfer zu reduzieren und den Projektfortschritt von der frühen Entwicklung in klinische und kommerzielle Phasen zu beschleunigen. Coriolis Pharma bringt dafür Formulierungsentwicklung mit in silico- und Wet-Lab-Ansätzen, Arzneimittelentwicklung, wissenschaftliche Kompetenz sowie analytische Methoden ein und unterstützt laut Angaben Phasen von Forschung und Entwicklung bis zur Guten Herstellungspraxis (Good Manufacturing Practice, GMP). Rentschler Biopharma ergänzt dies mit Leistungen von der Prozessentwicklung bis zur kommerziellen Versorgung.

Benedikt von Braunmühl, Chief Executive Officer von Rentschler Biopharma, sagt: „Dies ist ein wichtiger Schritt für unsere beiden Unternehmen, für unsere weltweiten Kunden und für deren Patienten. Coriolis Pharma teilt unseren Anspruch an technische Exzellenz, Verlässlichkeit und eine hohe Kundenorientierung. Wir kombinieren unsere gegenseitigen Kompetenzbereiche – also Bioprozessentwicklung und -herstellung auf unserer Seite, wissenschaftliche und analytische Expertise in der Formulierungsentwicklung bei Coriolis – so, dass wir komplexe Herausforderungen entlang der gesamten biopharmazeutischen Wertschöpfungskette effizienter und schneller angehen können. Damit ist diese Zusammenarbeit ein perfektes Beispiel für unsere Vision, Medizin voranzutreiben, um Leben zu schützen. Gemeinsam.“ Silvia Steyrer-Gruber, Chief Executive Officer von Coriolis Pharma, ergänzt: „Bei Coriolis sind wir davon überzeugt, dass wissenschaftliche Exzellenz, kundenorientierte Innovation und starke Partnerschaften der Schlüssel sind, um komplexe biopharmazeutische Programme effizient und zuverlässig voranzubringen. Mit Rentschler Biopharma haben wir einen verlässlichen Partner an unserer Seite, dessen Expertise in den Bereichen Prozessentwicklung und Herstellung unser tiefes Verständnis von Formulierungsentwicklung und analytischen Services ideal ergänzt. Diese Zusammenarbeit stärkt unsere Partnering- Strategie, die synergetische Beziehungen im gesamten Biopharma-Ökosystem fördert. Gemeinsam können wir unseren Kunden vernetzte, wissenschaftlich fundierte Lösungen anbieten, die ihnen helfen, ihre Projekte zum Erfolg zu führen. Unsere Teams freuen sich darauf, eng mit Rentschler Biopharma zusammenzuarbeiten.“


 Stärkung des Forschungs- und Entwicklungsbereichs 

KI-Software für sterile Verpackungstechnik 

Steriline S.r.l

Steriline, spezialisiert auf komplette aseptische Verpackungslinien für injizierbare und ophthalmische Produkte für Pharmaunternehmen weltweit, hat die Übernahme von ISS (Innovative Security Solutions) abgeschlossen. ISS ist auf künstliches Sehen, Robotik und künstliche Intelligenz für Anwendungen in der Automatisierung spezialisiert. Mit der Transaktion wird die bestehende Zusammenarbeit der beiden Unternehmen auf eine neue gesellschaftsrechtliche Grundlage gestellt.

ISS wurde 2006 von Prof. Remo Sala als Spin-off des Politecnico di Milano gegründet. Das Unternehmen entwickelt 3D-Vision-basierte Führungssysteme für Roboter und hat dafür im Laufe der Zeit sowohl Robotersysteme als auch Technologien für die künstliche Bildverarbeitung aufgebaut, die auf hohe Zuverlässigkeit ausgelegt sind. Seit 2014 arbeiten Steriline und ISS zusammen, um industrielle Vision in sterile Abfüllprozesse im Pharmabereich zu integrieren.

Ilaria Fumagalli, CEO von Steriline, ordnet die Akquisition in den technologischen Wandel der Produktion ein: „Wir sind sehr stolz darauf, die Übernahme von ISS abgeschlossen zu haben. Diese neue Struktur ermöglicht es uns, unsere Position in einem sich schnell entwickelnden Sektor zu stärken, in dem Digitalisierung, künstliche Intelligenz und fortschrittliche Automatisierung die Produktionsmodelle und Qualitätskontrollstrategien neu definieren“. Ziel der Bündelung von Kompetenzen, Ressourcen und Visionen sei es, „dem Markt Lösungen anzubieten, die die Zukunft der Produktion im sterilen Umfeld vorwegnehmen“.

Mit der Übernahme wird Steriline Alleingesellschafter von ISS. Pietro Brivio, CEO von ISS, bezeichnet den Schritt als strategisch für Wachstum und Innovation beider Unternehmen im Bereich Automatisierung für die Pharmaindustrie: „Gemeinsam können wir nun ein Projekt noch stärker gestalten, das technologisches Wachstum, Innovation und internationale Führungsrolle verbindet“. Als gemeinsamer Schwerpunkt wird die Entwicklung von Technologien genannt, die Qualitäts-, Rückverfolgbarkeits- und Sicherheitsstandards in den adressierten Anwendungen weiter erhöhen.


 Investitionsstrategie für Europa und USA 

Produktionsstätte für Pharmafertigung 

Vetter Pharma International GmbH

Vetter, Pharmadienstleister für die Herstellung injizierbarer Medikamente, hat bei einem Treffen mit der saarländischen Landesregierung in der Staatskanzlei das Bauvorhaben für eine neue Produktionsstätte in Saarlouis bestätigt. Das Familienunternehmen ordnet das Projekt in seine langfristige Wachstumsstrategie ein und betont zugleich sein Bekenntnis zum Standort Deutschland. Der Baustart ist für das zweite Quartal 2026 geplant.

Bereits Ende 2024 hat Vetter ein rund 40 Hektar großes Industriegelände in Saarlouis erworben. Für den ersten Bauabschnitt des Produktionswerks ist ein Investitionsvolumen von knapp einer halben Milliarde Euro geplant. Die Europäische Kommission hat staatliche Beihilfen in Höhe von bis zu 47 Millionen Euro für das Bauprojekt genehmigt. Die Inbetriebnahme des Standorts ist für das Jahr 2031 vorgesehen.

Vetter verknüpft mit der Ansiedlung in Saarlouis neben Kapazitätsausbau auch Beschäftigungseffekte: Langfristig sieht das Unternehmen die mögliche Schaffung von bis zu 2.000 Arbeitsplätzen am Standort; die Rekrutierung beginnt, sobald die baulichen Voraussetzungen geschaffen sind. Senator h.c. Udo J. Vetter, Vorsitzender des Unternehmensbeirats und Mitglied der Inhaberfamilie, sagt: „Mit dem Bau unserer neuen Produktionsstätte in Saarlouis setzen wir einen wichtigen Meilenstein auf unserem nachhaltigen Wachstumskurs. Langfristiger Erfolg entsteht durch die richtige Balance zwischen Stabilität und gezielter Expansion“. Er ergänzt: „Wir haben großes Vertrauen in das Saarland und sind stolz, mit unseren Investitionen den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken. Zugleich bekräftigen wir unser langfristiges Engagement als Familienunternehmen auf dem globalen Pharmamarkt – einschließlich unserer fortlaufenden Investitionen in den USA.“

Auch die saarländische Landesregierung begrüßt das Vorhaben. Ministerpräsidentin Anke Rehlinger erklärt: „Wir freuen uns über den Entschluss von Vetter für Saarlouis als neuen Produktionsstandort. Das ist ein starkes Signal für die Zukunft des Saarlandes und ein Erfolg der Ansiedlungsbemühungen“. Wirtschaftsminister Jürgen Barke betont die Bedeutung für Strukturwandel und Beschäftigung: „Die geplante Investition bedeutet eine Diversifizierung unserer Wirtschaft und schafft neue Arbeitsplätze in einem Markt mit Zukunft. Das stärkt das Saarland im Strukturwandel und trägt zur nachhaltigen Entwicklung unserer Innovations- und Industrielandschaft bei.“ Vetter verweist zudem auf laufende Investitionen in bestehende Standorte in Deutschland, Österreich und den USA, um wachsende Nachfrage und steigende Marktanforderungen in der pharmazeutischen Produktion zu adressieren.