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Aber auch die Rückverfolgbarkeit medizinischen Bestecks ist zwingend notwendig, bis hin zum kleinsten Bauteil. Um Fehler zu vermeiden, ist Handgeschriebenes nicht länger akzeptabel. Das Karlsruher Unternehmen cab stellt passendes Equipment zur Verfügung, das intuitiv bedienbar und anpassungsfähig ist, ob stand-alone oder in einer Automationslösung. In Abhängigkeit der Anwendung kommen wahlweise Etiketten oder Laserbeschriftung zum Einsatz.
Etiketten – das Verfahren
Thermotransferdruck ermöglicht bis zu 600 dpi, hohen Kontrast und Kantenschärfe. Damit lässt sich mit dem Auge oder mit Scannern auch sehr klein Gedrucktes noch einwandfrei verifizieren. Die gedruckten Daten halten mechanischen Einflüssen und der Einwirkung von Wasser oder Lösungsmitteln stand. Identitäten, Herstellungs- und Verfalldaten bleiben jederzeit ersichtlich, spezifische Codes und Nummern bei der Verarbeitung und bei langjähriger Lagerung verwertbar. Recherchen, Beeinträchtigungen bei der Patientenversorgung oder Verzögerungen bei der Entwicklung und Produktion von Arzneimitteln reduzieren sich auf ein Minimum. Auch verlangt das Verfahren keine Wartezeiten für das Trocknen von Farbe, wie man es vom Druck auf Tintenbasis kennt, es können also beliebig große Mengen Rollenware ohne Unterbrechung gedruckt werden.
Etiketten – das Material
Sterilisierung unter Dampfdruck, Lagerung von Proben bei Temperaturen bis nahe minus 200 Grad Celsius in Flüssigstickstoff oder Färbeverfahren können ein Etikett beschädigen, anderweitig unlesbar machen oder es von einem Gefäß ablösen. Die synthetischen Etiketten und Transferfolien, die cab für Anwendungen im Gesundheitswesen empfiehlt, werden auf alle gängigen Resistenzen geprüft. Die Oberflächen dieser Etiketten sind optimiert für den Thermotransferdruck, auch sind die Durchmesser der Rollen und Kerne sowie die Wicklung auf cab Drucker abgestimmt. Fachberater des Unternehmens begleiten den Kunden von der Auswahl der Materialien bis zu deren Integration in die Prozesse am Einsatzort. So wird zum Beispiel bei Kryoanwendungen Polyolefin und für den Manipulationsschutz Polyester empfohlen.
Objektträger
Drucker mit Etikettiereinheit können Trägergestelle verschiedener Größen oder Geometrien punktgenau beschriften. Zum Aufbringen eines Etiketts erhält die Etikettiereinheit einen Übergabestempel. Die Hublänge wird passend zur Höhe des zu beschriftenden Objekts gewählt, der Stempel passend zur Oberflächenstruktur dieses Objekts. Beispielsweise lassen sich Etiketten, die von einem SQUIX-Drucker gedruckt werden, mittels eines Hubapplikators auf Reagenzglasträger setzen. Mikrotiterplatten können durch eine Kombination aus Dreh- und Hubzylinder etikettiert werden.
GHS
Wer potentiell gefährliche Stoffe in Umlauf bringt, etwa Chemikalien, verpflichtet sich, diese eindeutig zu kennzeichnen. Das Globally Harmonized System (GHS) liefert hierzu einheitliche Richtlinien. Als Warnsymbole werden schwarze Piktogramme auf weißem Grund vorgegeben, umschlossen von einer roten Raute. Die Drucker XC Q ermöglichen den Druck auf Etiketten mit zwei Farben in einem Arbeitsgang. Sie verfügen hierzu für die Schmuckfarbe über einen zweiten Druckkopf. Das bedeutet für Anwender, dass sie für die Kennzeichnung ihrer Gefahrgüter keine vorbedruckten Etiketten auf Lager halten müssen. Sollen Etiketten im Anschluss an den Zweifarbdruck automatisch auf Behälter aufgebracht werden, ist das Druck- und Etikettiersystem Hermes C erste Wahl.

Wirtschaftlich automatisieren
Modernes Informationsmanagement im Gesundheitswesen sieht automatisierte Prozesse vor. Laborarbeit zum Beispiel umfasst den Eingang von Aufträgen, die Gewinnung von Proben, deren Zentrifugation sowie die Analyse entsprechend definierter Parameter. Nach der Freigabe der Ergebnisse werden Proben und Daten dokumentiert, archiviert und Befunde übermittelt. Zur Sicherung der Qualität nach ISO-Standard, für die Verwaltung aller Daten und deren Austausch inhouse, an Behörden oder Auftraggeber, unter der Beachtung der Guten Laborpraxis (GLP), sind heute vermehrt Laborinformations-Managementsystemen (LIMS) im Einsatz.
Zum Beispiel entfällt der Wechsel von Verbrauchsmaterialien. Die Systeme XENO bestehen aus einer Steuereinheit mit integrierter Strahlquelle und einem Scankopf, der mit der Strahlquelle verbunden ist. Höchste Strahlleistungen werden durch die Bündelung mehrerer Fasern erzielt. Zur Bündelung des Laserstrahls wird der Scankopf mit einem Planfeldobjektiv bestückt, mit dem sich auch ein klar definiertes Beschriftungsfeld abdecken lässt. Als Faustregel in der Branche gilt: Je kleiner das Beschriftungsfeld des Objektivs, desto höher die Auflösung der Beschriftung.
Weitere Vorzüge dieser Technik sind die Fokussierbarkeit auf kleinste Räume, dank hoher Strahlqualität lassen sich auch Bauteilformen wie Radien und unebene Flächen beschriften, die Bearbeitung unter High-Speed (maximal 5.000 Millimeter pro Sekunde bei Scanköpfen des XENO 4), weil stark gebündeltes Licht keine mechanischen Widerstände überwinden muss, dass Markierungen gestochen scharf mit Auflösungen bis 1.000 dpi gesetzt werden können und dass die Markierungen wischfest und beständig gegen Säuren oder Laugen, Lösungsmittel, UV-Strahlung, Hitze und Abrieb sind.
Laserbeschriftung – Anwendungsbeispiele Laborbesteck, Mikrogläser
Pinzetten, Zangen oder Scheren sind im Gesundheitswesen als wiederverwendbare Hilfswerkzeuge unentbehrlich. Darauf angebrachte Codes und Markierungen müssen allen Ansprüchen an die Unique Device Identification (UDI) genügen, Fälschungen vorbeugen, Qualität und Prozesse sichern. Gleiches gilt für steril erstmalig in den Verkehr gebrachte Einmalprodukte wie Spritzen und Kanülen, auch für Implantate und Prothesen. Dauerhafte Laserbeschriftung macht beispielsweise die Nummer einer chirurgischen Klemme bis zu deren Ursprung rückverfolgbar. Anhand der hierzu hinterlegten Daten lassen sich weitere Exemplare einer Charge überprüfen. Mögliche Unzulänglichkeiten wie etwa eine Beanstandung bei Kontrollen werden damit eliminiert. Auch einfarbig lackierte Flächen auf dünnen Objektträgern aus Glas, wie sie zur Aufnahme von Mikropräparaten und deren Analyse unter dem Mikroskop benutzt werden, lassen sich mit dem Laser beschriften. Bei Laborarbeiten hat sich das kompakte Tischsystem XENO 1 besonders bewährt, in diesem sind die Laserstrahlquelle und die Steuerung in einem gemeinsamen Gehäuse nach Schutzklasse 1 integriert. Das System wird betriebsbereit geliefert.