MESSTECHNIK & ANALYTIK

 Bildanalyse unterscheidet Blasen von echten Partikeln 

Wenn Luftblasen wie Partikel aussehen

Luftblasen können automatische Inspektionssysteme vor eine schwierige Aufgabe stellen. In Kameraaufnahmen ähneln sie mitunter Partikeln und führen dadurch zum Ausschleusen einwandfreier Arzneimittel. Syntegon setzt deshalb auf eine Bildanalyse, die Blasen anhand charakteristischer Merkmale erkennt und bei der Bewertung gezielt ausblendet.

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Syntegon Technology GmbH

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Besonders bei proteinbasierten Arzneimitteln, Impfstoffen und viskosen Formulierungen können während Verarbeitung, Abfüllung oder Transport Luftblasen entstehen. Klassische Schwellenwertverfahren können solche Strukturen aufgrund ähnlicher Helligkeitswerte fälschlicherweise als Fremdpartikel interpretieren.

Das Bubble Masking Tool analysiert deshalb zusätzlich charakteristische geometrische Merkmale. Erkannte Luftblasen werden bei der Bewertung maskiert. Befinden sich gleichzeitig tatsächliche Partikel im Behältnis, sollen diese weiterhin erkannt und das betroffene Gebinde ausgeschleust werden.

Die Funktion arbeitet innerhalb der bestehenden Inspektionssoftware und benötigt laut Hersteller weder zusätzliche Beleuchtung noch weitere Hardware. Sie kann für Ampullen, Karpulen, Spritzen und Vials sowie unterschiedliche flüssige Formulierungen eingesetzt werden.

Für die automatische visuelle Inspektion liegt der entscheidende Nutzen in einer präziseren Klassifizierung: Nicht jede sichtbare Struktur führt automatisch zum Ausschuss. Damit kann die Bildanalyse Falschausschuss reduzieren, ohne die eigentliche Partikelkontrolle aus dem Prüfprozess zu nehmen.