MESSTECHNIK & ANALYTIK



 Parameter in Echtzeit erfassen 

Digitale Sensorik für IBCs 

Smarte Technologien entfalten ihren Wert erst im Praxiseinsatz. Beispiele aus verschiedenen Branchen zeigen, dass die Digitalisierung von IBCs längst kein Zukunftsthema mehr ist, sondern bereits konkret wirkt. SCHÄFER Werke GmbH

Industrielle Verpackungssysteme sehen sich wachsenden Anforderungen gegenüber: Neben regulatorischer Compliance und Nachhaltigkeit stehen zunehmend Sicherheit, Energieeffizienz und Transparenz im Mittelpunkt. Klassische IBCs erfüllen diese Anforderungen nur begrenzt. Zwar schützen sie Füllgüter zuverlässig beim Transport und in der Lagerung, über ihren Zustand, ihre Auslastung oder ihren Energieverbrauch geben sie jedoch keine Auskunft.

Genau hier setzt die Entwicklung smarter IBCs von Schäfer an. Durch digitale Sensorik und intelligente Steuerungssysteme werden die Behälter zu aktiven Datenquellen im Materialfluss. Sie erfassen Parameter wie Temperatur, Füllstand, Druck oder Standort in Echtzeit und schaffen damit ein bislang unerreichtes Maß an Kontrolle und Effizienz. Zunehmende Sicherheitsanforderungen, steigende Energiepreise und der Wunsch nach mehr Transparenz entlang der Lieferkette treiben diese Entwicklung voran.


Das geschieht aktuell in der Branche und eröffnet neue Potenziale für eine nachhaltige und wirtschaftliche Logistik.

  • Sicherheit: Smarte Technologien erlauben eine kontinuierliche Überwachung sensibler Parameter und erhöhen damit die Betriebssicherheit.
  • Energieeffizienz: Intelligente Heiz- und Steuerungssysteme senken den Energieverbrauch und vermeiden unnötige Kosten.
  • Transparenz: Sensorik liefert Echtzeitdaten über Nutzung, Umläufe und Standorte und bildet damit die Grundlage für Prozessoptimierung und Kreislaufwirtschaft.


Für Unternehmen entsteht dadurch ein klarer Mehrwert: Smarte IBCs reduzieren Risiken, senken Betriebskosten und machen komplexe Lieferketten effizienter und nachhaltiger.


Intelligentes Temperaturmanagement 

Viele Füllgüter aus den Bereichen Pharma, Lebensmittel und Chemie reagieren empfindlich auf Temperaturschwankungen. Klassische Heizsysteme für IBCs arbeiten jedoch oft analog und verfügen weder über eine präzise Steuerung noch über eine Datenrückmeldung. Das führt zu einem hohen Energieverbrauch und birgt die Gefahr von Produktionsstopps, wenn Materialien nicht rechtzeitig oder nicht ausreichend temperiert werden.

Die Smart Heat Control macht Heiz-IBCs fit für die digitale Zukunft, indem sie eine digitale Steuerung der Temperatur in Heiz-IBCs ermöglicht. Dadurch werden mehr Effizienz und Sicherheit gewährleistet. Durch die exakte Regelung sinkt der Energieverbrauch, Abweichungen werden frühzeitig erkannt und die gleichmäßige Erwärmung verbessert die Qualität temperaturempfindlicher Produkte. Das System ist intuitiv bedienbar und lässt sich problemlos in bestehende Prozesse integrieren – ein entscheidender Schritt hin zur Digitalisierung der Temperaturführung in der industriellen Logistik.

Smart Tracking. Digitale Kontrolle. Maximale Effizienz – Die Lösungen von Packwise und Schäfer Container Systems für effizientes Behältermanagement.

Retrofit 

Die Langlebigkeit von Edelstahl-IBCs bietet einen besonderen Vorteil: Sie lassen sich nachrüsten. Dadurch wird eine Digitalisierung nicht nur bei Neusystemen, sondern auch bei bereits im Einsatz befindlichen Behältern möglich. Gerade Edelstahl ist aufgrund seiner robusten Bauweise prädestiniert, über viele Jahre hinweg technisch erweitert und modernisiert zu werden.

So kann die Smart Heat Control beispielsweise nicht nur in vorhandene Schäfer-Heizcontainer mit analoger Steuerung integriert, sondern auch auf Fremdfabrikate anderer Hersteller adaptiert werden. Für Unternehmen bedeutet das, dass sie ihre Investitionen in bestehende Flotten sichern, Ressourcen schonen und langjährig bewährte Container auf den neuesten Stand der Technik bringen können.

Auf diese Weise entsteht aus einem etablierten Behältersystem ein smarter Container und der Weg zu standardisierten, digitalen Prozessen wird geöffnet – ohne dass dafür eine vollständige Umstellung der Flotte notwendig ist.

 

Datenbasierte Logistik und Qualitätssicherung 

Durch den Einsatz digitaler Sensoren wird der IBC zu einem aktiven Knotenpunkt in der Lieferkette. Das Smart-LOG-System erfasst zentrale Parameter wie Füllstand, Temperatur, Druck, Lichteinfall und Standort und stellt diese Informationen in Echtzeit bereit. Dadurch erhalten Unternehmen eine bislang unerreichte Transparenz über ihre Gebinde.

Die Auswirkungen sind vielfältig: Transporte, Lagerung und Produktion lassen sich effizienter steuern, Wartungsbedarfe können vorausschauend geplant werden und Ausfälle können vermieden werden. Gleichzeitig sorgt die lückenlose Dokumentation für eine verlässliche Qualitätssicherung, die insbesondere in sensiblen Branchen wie der Chemie- oder Lebensmittelindustrie von entscheidender Bedeutung ist. Durch Smart LOG werden IBCs Teil des Industrial IoT und liefern die Datenbasis für eine nachhaltigere Logistik, vernetzte Produktionsketten und eine neue Qualität der Rückverfolgbarkeit.

Schäfer Smart LOG – Die intelligente Lösung für die Lebensmittelindustrie.

Packwise Smart Cap – Smarte Lösung für Chemie & Logistik.

Sicherheit in explosionsgefährdeten Bereichen 

Bei der Verarbeitung, Lagerung oder dem Transport von brennbaren Flüssigkeiten gelten besonders strenge Sicherheitsauflagen. In explosionsgefährdeten Bereichen reicht es nicht aus, dass ein IBC robust ist oder über eine digitale Vernetzung verfügt. Auch die eingesetzte Sensorik und Steuerungstechnik müssen höchsten Anforderungen genügen.

Die Atex-Zertifizierung bildet hier den verbindlichen Maßstab. Sie bestätigt, dass die Geräte für den Einsatz in potenziell explosionsgefährdeten Atmosphären geeignet sind und weder Funken noch unkontrollierte Wärmeentwicklungen verursachen können. Für smarte IBC-Systeme bedeutet das: In vielen Bereichen der Pharma-, Chemie- oder Mineralölindustrie dürfen nur Atex-zertifizierte Lösungen betrieben werden.

Damit wird deutlich: Digitalisierung und Sicherheit sind untrennbar miteinander verbunden. Erst wenn intelligente Sensorik auch unter Ex-Bedingungen zuverlässig funktioniert, kann die smarte Vernetzung von IBCs ihr volles Potenzial entfalten. Diesen Anspruch erfüllen neue Kooperationen, die smarte Technologie mit zertifizierter Sicherheit verbinden und somit den Weg für einen breiten Einsatz ebnen.
 

Partnerschaft 

Die Digitalisierung von IBCs erfordert sowohl robuste Materialien als auch zuverlässige Datentechnologien. Um diese beiden Aspekte zusammenzuführen, ist Schäfer Container Systems eine strategische Partnerschaft mit Packwise eingegangen. Packwise ist ein Dresdner Spezialist für IoT-gestütztes Containertracking. Gemeinsam bündeln wir unsere Kompetenzen: Wir bringen unsere Erfahrung mit Edelstahl-IBC-Systemen ein, während Packwise das passende Sensor- und Plattform-Know-how liefert.

Im Zentrum steht die Packwise Smart Cap: ein kompakter, nachrüstbarer Sensor, der auf dem IBC angebracht wird und über die Plattform Packwise Flow laufend Informationen zu Füllstand, Temperatur, Druck, Lichteinfall und Standort bereitstellt. Wie bei unserem Smart LOG wird der Container zu einem digitalen Zwilling in der Lieferkette, der Transparenz schafft und Prozesse intelligent vernetzt.

Ein entscheidender Vorteil dieser Kooperation liegt in der Einsatzfähigkeit auch in explosionsgefährdeten Bereichen. Die Smart Cap ist in einer Atex-zertifizierten Ausführung verfügbar und ergänzt somit ideal unsere Edelstahl-IBCs, die von Natur aus bereits höchste Sicherheit und Langlebigkeit bieten. So entstehen smarte Behälterlösungen, die regulatorische Anforderungen sowie die Erwartungen von Versicherern und Anwendern erfüllen.

Smarte Technologien verwandeln IBCs von passiven Transportbehältern in aktive Daten- und Sicherheitsmodule. Digitale Systeme wie „Smart Heat Control” oder „Smart LOG” ermöglichen ein präzises Temperaturmanagement, eine vorausschauende Wartung und eine lückenlose Rückverfolgbarkeit. Damit reagieren wir nicht nur auf strengere Sicherheitsauflagen und steigende Energiekosten, sondern schaffen auch mehr Transparenz und Effizienz in der gesamten Lieferkette. Unternehmen profitieren doppelt: Sie erhöhen ihre Betriebssicherheit und Qualität und erschließen zugleich Potenziale zur Kostenreduktion und Ressourcenschonung.