ANLAGEN & KOMPONENTEN



 Integrierte visuelle Überwachung und Dichtigkeitsprüfung 

Inspektionsplattform für Vials 

Syntegon Technology GmbH

Die Inspektionsplattform AIM9 von Syntegon kombiniert visuelle Inspektion und Dichtigkeitsprüfung mit einer Leistung von bis zu 600 Vials pro Minute. So hilft sie Pharmaherstellern und CMOs dabei, höchste Inspektions- und Produktqualität zu erzielen.

„Effizienz ist in der schnelllebigen Pharmaindustrie von entscheidender Bedeutung“, sagt Bernd Barkey, President Syntegon Japan und Global Head of Inspection. „Mit der AIM9 können unsere Kunden ihre Produktivität steigern und ehrgeizige Lieferziele erreichen.“ Die automatisierte Inspektionsplattform für Vials wurde für Hochleistungsumgebungen entwickelt und verarbeitet bis zu 600 Behältnisse pro Minute.

Eine weitere Herausforderung für Pharmahersteller und CMOs liegt in der Handhabung unterschiedlicher Behältnisgrößen und Produkte. Daher hat das Unternehmen die AIM9 mit Fokus auf optimierte Flexibilität entwickelt. Die Plattform ist für Vial-Größen von 2 bis 250 Millilitern ausgelegt und ermöglicht einfache Formatwechsel sowie eine schnelle Anpassung an neue Produkte.

Integrierte Dichtigkeitsprüfung 

Die nahtlose AIM9 Plattform verfügt über eine weitere wichtige Funktion: Sie bietet eine vollständig integrierte Dichtigkeitsprüfung (CCIT) mit Headspace-Analyse, Hochspannungsdichtigkeitsprüfung oder einer Kombination, ohne dass zusätzliches Equipment erforderlich ist. 

Mit der gesamten Palette visueller Inspektionstechnologien zur Erkennung von Partikeln und kosmetischen Defekten gewährleistet die AIM9 maximale Detektionsraten und minimalen Falschausschuss. Neben der patentierten SD-Technologie sowie verschiedenen Kamerasystemen können Kunden zusätzlich Deep Learning-Funktionen oder das Bubble Masking-Tool integrieren, das harmlose Blasen von schädlichen Defekten unterscheidet.

Die AIM9 ist eine Plattform, die auf bewährter Technologie aufsetzt. So gewährleistet das schonende Transportsystem, das sich bei vielen Kunden weltweit bewährt hat, eine sichere und stabile Handhabung. „Dank jahrzehntelanger Erfahrung können wir unseren Kunden genau das bieten, was sie benötigen, um die erforderliche Leistung, Effizienz und Flexibilität in ihrem Inspektionsprozess zu erreichen“, so Bernd Barkey. „Die AIM9 ist in mehreren Varianten auf Basis einer standardisierten Plattform erhältlich, sodass wir gemeinsam mit unseren Kunden die ideale Lösung entwickeln können.“


Merkmale 

  • eine zukunftsfähige Lösung basierend auf jahrzehntelanger Erfahrung
  • Modulare und flexible Plattform, die sich auf unterschiedliche Kunden- und Produktanforderungen zuschneiden lässt
  • Hohe visuelle Inspektionsgeschwindigkeiten und reibungsloser Transport kombiniert mit integrierter CCIT
  • Nahtlose Integration und einfache Handhabung dank standardisiertem Design
  • Hohe Geschwindigkeiten: bis zu 600 Behältnisse pro Minute
  • CCIT: vollständig integrierte Dichtigkeitsprüfung
  • Sicherer Transport: bewährte Systeme für eine schonende Handhabung
  • Flexibilität: Vial-Größen bis zu 250 Millilter, einfache Formatwechsel
  • Modularität: konfigurierbar von 1 bis 3 Inspektionstürmen
  • Produktvielfalt: flüssige und gefriergetrocknete Produkte auf einer Plattform

Auf Basis jahrzehntelanger Erfahrung und zahlreicher Inspektionsmaschinen im Markt hat das Unternehmen sein Portfolio weiterentwickelt. Maschinenbauingenieur Sebastian Fischer erklärt, warum Co-Kreation wichtig ist und wie Kunden davon profitieren.


Sebastian, was war deine Aufgabe bei der Entwicklung der neuen AIM9?

Ich bin der leitende Konstrukteur für dieses Projekt. Meine Hauptaufgabe war es daher, die AIM9 zu designen – nicht nur in Bezug auf den sogenannten „Look & Feel“ während der Produktion, sondern vor allem hinsichtlich der unterschiedlichen Kundenanforderungen an Geschwindigkeit, Kosten und Flexibilität. Insbesondere CDMOs benötigen eine Plattform, die verschiedene Produkte mit unterschiedlichen Eigenschaften und in unterschiedlichen Vial-Größen verarbeiten kann. Die Lösung ist eine standardisierte Plattform mit gleichzeitig hochmodularem Design, die gemeinsam mit unseren Kunden an ihre spezifischen Inspektions- und Leistungsanforderungen angepasst werden kann.


Welche Herausforderungen galt es zu meistern?

Abgesehen von den vielen für Neumaschinen typischen mechanischen Herausforderungen stand vor allem die hohe Flexibilität im Vordergrund. Wir haben sozusagen das Beste aus beiden Welten kombiniert: Unsere erfolgreiche AIM Plattform mit bewährtem Transportsystem und zuverlässiger Erkennung von Partikeln und kosmetischen Defekten bildet die Grundlage. Darauf aufbauend haben wir die Geschwindigkeit auf 600 Vials pro Minute und die Behältnisgrößen auf 250 Milliliter erhöht. Zusätzlich haben wir CCIT-Technologien integriert, wie die Headspace-Analyse und Hochspannungsdichtigkeitsprüfung. Letztendlich haben wir das gesamte Design der AIM9 angepasst, um die Plattform nahtlos in unsere Linienlösungen zu integrieren.


Was waren die Highlights in diesem Projekt?

Bei jeder unserer Produktentwicklungen arbeiten wir nicht nur eng mit unseren Kunden, sondern auch standortübergreifend zusammen, um so viel Fachwissen wie möglich einfließen zu lassen. Bevor ich vor drei Jahren nach Japan kam, hatte ich am deutschen Standort in Crailsheim die Möglichkeit, an der Entwicklung der erfolgreichen Füll- und Verschließmaschine ALF 5000 mitzuwirken. Während der Entwicklung der AIM9 habe ich eng mit Kollegen aus den Bereichen Abfüllung und Inspektion zusammengearbeitet. Durch eine sorgfältige Koordination zwischen unseren visuellen Experten und mechanischen Ingenieuren haben wir eine Maschine entwickelt, die sich nicht nur nahtlos in unser Design einfügt. Sie ist zudem für Kunden, die bereits mit unseren Anlagen gearbeitet haben, einfacher zu bedienen.


Wie profitieren Kunden von dieser Entwicklung?

Wie bereits erwähnt, ist die einfachere Bedienung für unsere Kunden sicherlich ein großer Vorteil, da wir zum Beispiel ähnliche Formatteile wie bei unseren anderen Anlagen verwenden. Darüber hinaus lässt sich die AIM9 sowohl technisch als auch optisch nahtlos in komplette Linienkonzepte integrieren. Natürlich sind auch die höhere Geschwindigkeit und die integrierten CCIT-Technologien entscheidende Vorteile. Doch am entscheidendsten sind meiner Meinung nach unsere breite Basis an Inspektionsmaschinen im Feld, unsere jahrzehntelange Erfahrung, unsere Kompetenz im Bereich nahtlos integrierter Produktionslinien und natürlich unsere konsequente Kundenorientierung.


Was ist deine Prognose für die nächsten Jahre?

Aktuell freue ich mich sehr auf die Einführung unserer neuen AIM9 und bin gespannt auf das Feedback unserer Kunden. Parallel dazu entwickeln wir unsere Inspektionssysteme natürlich ständig weiter. Dazu gehören zum Beispiel eine verstärkte Integration künstlicher Intelligenz, die Aktualisierung unserer Software, unter anderem hinsichtlich dem EU Cybersecurity Act und die Modernisierung unserer Kamerasysteme. So stellen wir kontinuierlich sicher, dass unsere Inspektionsplattformen nicht nur auf dem neuesten Stand der Technik sind, sondern unsere Kunden dabei unterstützen, jederzeit bereit für die Zukunft zu sein.